kath. Pfarrei und Kirchgemeinde Abtwil-St.Josefen
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In Anbetracht des Jahres der Barmherzigkeit, welches Papst Franziskus am 8. Dezember 2015 eröffnet hat, möchte ich hier zu einem Heiligen schreiben, dessen Leben und Wirken geprägt war von der Liebe zu Gott, den Menschen und allen Geschöpfen.

Franziskus von Assisi war ein Mensch der in der Nachfolge Jesus lebte und sein Leben und Wirken am Evangelium orientierte.

Franziskus wurde als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers im Jahr 1181/1182 in Assisi geboren und erlebte eine sorgenfreie Kindheit. Nachdem er als Soldat an Feldzügen teilgenommen hatte kehrte er 1205 aufgrund eines Traumes nach Assisi zurück. Aufgrund des Traumes begann er sich um die Armen und Kranken der Stadt zu kümmern. Sein Lebenswandel führte zum Bruch mit seiner Familie. Fortan bezeichnete Franziskus daher Gott als seinen einzigen Vater. Er verabschiedete sich von seinem Besitz und lebte künftig in Armut, Demut und Einfachheit ausserhalb der Stadt. Im Leben von Franziskus wird von verschiedenen Visionen berichtet, die ihm zu seinen Taten motivierten und ihm das barmherzige Antlitz Gottes und seine unendliche Liebe zeigten.

So sagte Franziskus selbst: „Der Herr selbst hat mich unter sie geführt und ich erwies ihnen Barmherzigkeit“.

Franziskus erfuhr die Barmherzigkeit – als unentgeltliches Geschenk - Gottes ihm gegenüber, und diese motivierte ihn und verlieh ihm die Kraft den Randständigen der Gesellschaft Barmherzigkeit zu schenken. Aus der Liebe zu Christus entstand die Liebe zu den Menschen und auch zu allen Geschöpfen Gottes. Viele betrachteten Franziskus zu Lebzeiten als Sonderling, dennoch faszinierte Franziskus' tiefer Ernst, seine Liebe zu Gott und zur Schöpfung und seine Zuneigung zu den Menschen immer mehr Andere. So kam es dazu, dass sich auch andere Männer – und später auch Frauen – Franziskus anschlossen und 1209 wurde schliesslich ein Orden gegründet. Auch heute noch lebt dieser Orden – die Franziskaner – nach den Regeln von Franziskus.

Die Zuneigung und Liebe die Franziskus jedem Menschen und jedem Geschöpf entgegen brachte ist eine Haltung die auch heute noch fasziniert und inspiriert. Den Mut zu haben auf die Menschen am Rande der Gesellschaft zuzugehen und sie zu unterstützen, dazu ermuntert er uns. Die Haltung von Franziskus beruht grundsätzlich darauf Christus in jedem Bruder und jeder Schwester zu sehen und sich an die Worte Christi zu erinnern „Dies habt ihr mir getan“.

So kann uns auch heute noch die Botschaft Franziskus` von Brüderlichkeit und Barmherzigkeit ohne Ausbeutung und Hintergedanken anregen.

„Glücklich der Mensch, der seinen Nächsten trägt in seiner ganzen Gebrechlichkeit, wie er sich wünscht, von jenem getragen zu werden in seiner eigenen Schwäche.“ (Franziskus von Assisi)

Franziskus wurde im Jahr 1228 – zwei Jahre nach seinem Tod – heiliggesprochen. Gedenktag des hl. Franziskus ist er 4. Oktober.

Claudia Schneeberger


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